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Kinderbetreuung

Mehr Qualität für unsere Kitas


Niedersachsen hat die rote Laterne.
Weniger als 7 von 100 Kindern unter drei Jahren bekommen in Niedersachsen einen Krippenplatz. Die anderen Bundesländer sind weiter. Deshalb will die SPD erreichen, dass bis zum Jahr 2013 in Niedersachsen 35% der Kleinkinder betreut werden.

Der Ausbau der Betreuungsplätze ist gut und wichtig. Doch er darf nicht zu Lasten der Qualität der Betreuung gehen. Die Zahl der Krippenplätze und ihre Qualität sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Wenn die Gruppen zu groß und die Erzieherinnen gehetzt sind, findet kaum Kinderbetreuung, sondern nur eine Kinderverwahrung statt.

Fünf Kleinkinder pro Erzieherin sind genug.
Stellen Sie sich vor, Sie hätten acht Kinder unter drei Jahren. Sie wollen gefüttert und gewickelt werden. Kleinkinder brauchen Aufmerksamkeit und Zuwendung. Kaum zu leisten, oder? - Aber Realität an niedersächsischen Kindertagesstätten. Dort betreut eine Erzieherin im Schnitt 7,5 Kinder unter drei Jahren. Das kann nicht gut gehen. Deshalb fordert die SPD eine maximale Gruppengröße von fünf Kleinkindern pro Erzieherin.

Mehr Zeit zur Verfügung stellen.
Eine gute Kinderbetreuung braucht Vor- und Nachbereitungszeit. Die Gruppenleiterinnen müssen pädagogische Konzepte für ihre Schützlinge entwickeln. Sie sprechen mit Eltern, koordinieren die Arbeit der Erzieherinnen und arbeiten mit den Grundschulen zusammen. Für diese Aufgabe haben die Gruppenleitungen nur 7,5 Stunden pro Woche zur Verfügung. Die SPD tritt für eine Erhöhung dieser Verfügungsstunden auf 12 ein.

Gruppengröße in den Kindertagesstätten reduzieren.
25 drei- bis sechsjährige Kinder bilden in der Kindertagesstätte eine Gruppe. Eine individuelle Förderung ist bei Gruppen dieser Größe kaum möglich. Deshalb tritt die SPD für eine Verkleinerung der Gruppen auf 20 Kinder ein.

Gemeinsam sind wir stark.
Eine Integration von Kindern mit Behinderungen in Krippen ist bislang nicht geregelt. Die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung lässt diese mit- und voneinander Lernen. Deshalb will die SPD diese Gesetzeslücke schließen und tritt für eine verbesserte Regelung ein.

Die SPD fordert:

  • Eine Erzieherin auf fünf Kleinkinder statt wie bisher auf 7,5
  • Die Erhöhung der Verfügungsstunden von 7,5 auf 12
  • Die Reduzierung der Gruppengröße bei drei- bis sechsjährigen Kindern von 25 auf 20
  • Die verbesserte Integration von behinderten Kindern in Krippen

 

 

Gesamtschulen fördern - Elternwillen einlösen!


Die Gesamtschule ist beliebt.
Tausende Eltern meldeten in den letzten Wochen ihre Kinder für einen Platz in einer Gesamtschule an - vergeblich. Die wenigen Gesamtschulen Niedersachsens haben nicht genügend Plätze, um die riesige Nachfrage bewältigen zu können. Freie Schulwahl und freier Elternwille in Niedersachsen? - Fehlanzeige.

Ein Versprecher vor der Wahl.
Vor der Landtagswahl verkündete Ministerpräsident Wulff: Das Errichtungsverbot für neue Gesamtschulen wird gelockert. Alle Eltern sollten künftig ihr Kind auf die Schule ihrer Wahl schicken können. Doch nach der Wahl wollten die Regierungsparteien von CDU und FDP nichts mehr davon wissen. Sie verabschiedeten Mitte 2008 im Landtag ein wahres Gesamtschul-Verhinderungsgesetz. Elterninitiativen und Kommunen werden damit viele hohe Hürden auf dem Weg zu einer neuen Gesamtschule in den Weg gestellt. Die Eltern sind enttäuscht und die Kinder bleiben auf der Strecke.

Die Gesamtschule: fördern und fordern.
Gesamtschulen bieten allen Kindern faire Chancen. Im Mittelpunkt steht nicht das Sortieren nach Unterschieden in Leistung, Herkunft und Geschlecht wie im gegliederten Schulwesen. Vielmehr fördert die Gesamtschule das Leistungsvermögen jedes einzelnen Kindes und sorgt für eine optimale Entwicklung.

Die Gesamtschule führt Kinder unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlichen Könnens zusammen und lässt sie mit - und voneinander lernen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit höheren Abschlüssen steigt, die Zahl von Jugendlichen ohne Abschluss sinkt.

Eltern bevorzugen Gesamtschulen aber auch, weil sie Ganztagsschulen sind. Endlich können Familie und Beruf vereinbart werden.

Die Geburtenzahl sinkt - die Zahl der Schulen ebenfalls.
Die Zahl der Kinder nimmt ab, Deutschland altert. Ausserdem stimmen die Eltern mit den Füßen ab: Sie melden ihre Kinder seltener auf Hauptschulen an. Durch diesen Wandel ist das gegliederte Schulsystem massiv unter Druck. Sechs von zehn Hauptschulen unterschreiten schon heute die Mindestgröße.

In vielen Orten können künftig nicht Haupt- und Realschule, geschweige denn ein Gymnasium angeboten werden. Was also liegt näher als die Gesamtschule, die eine Schule für Alle ist? Hinzu kommt: hier können alle Schulabschlüsse erreicht werden.

  • Die SPD arbeitet im Landtag dafür, dass die Hürden für die Einrichtung von neuen Gesamtschulen beseitigt werden.
  • Die SPD unterstützt alle Gesamtschulinitiativen.
  • Die SPD will, dass sich der Elternwille und und nicht die politische Starrköpfigkeit der CDU durchsetzt.

 

 

Mehr flexible Eingangstufen an Grundschulen


Freude zum ersten Schultag.
Der Tag der Einschulung: Aufgeregte Erstklässler, bunte Schultüten, der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Jeder kennt diesen schönen Anblick. Doch die Kinder kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Grundschule. Einige können bereits lesen, ein paar haben im Kindergarten Englisch gelernt. Dagegen können andere bisher nur ihren Namen schreiben. Die Grundschule muss aber allen gerecht werden.

Alle Kinder sind gleich, jedes Kind ist besonders.
In den ersten Schuljahren müssen die Lehrkräfte auf die Schülerinnen und Schüler besonders eingehen können, um ihnen die Lernfreude und Neugierde zu erhalten. Kein Kind darf in einen Rahmen gepresst werden, in den es nicht passt. Deshalb soll Kindern ein flexibles Lernen in den ersten Schuljahren ermöglicht werden. Für jedes Kind das eigene Lerntempo.

flexible Eingangsstufe: Jedes Kind mit eigenem Tempo.
Die ersten beiden Schuljahre in der flexiblen Eingangsstufe der Grundschule finden altersgemischt statt. Sie können von einem bis zu drei Jahren durchlaufen werden – je nachdem, welche Entwicklungszeit ein Kind benötigt. Erst dann folgt der Übergang in die dritte Klasse.

Kinder fördern statt beschämen.
Kein Kind wird mehr vom Schulbesuch zurückgestellt, da es in der Schule die notwendige Förderung erhält. Die Beschämung des Kindes durch Sitzenbleiben entfällt, weil die Dauer der flexiblen Eingangsstufe individuell festgelegt wird. Lehrerinnen und Lehrer geben gezielte Anstöße im Lernprozess, fördern und fordern ihre Schützlinge und ermutigen sie zur Selbstständigkeit. Der altersübergreifende Unterricht begünstigt Handlungsorientierung und die Zusammenarbeit mit anderen Kindern. Gerade leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können sich so schneller weiter entwickeln -ebenso wie schwächere Kinder.

Eine flexible Eingangsstufe für jede Grundschule.
Bislang ist die flexible Eingangsstufe an den niedersächsischen Grundschulen eine Ausnahme. Nur 2% der Grundschulen nutzen diese Innovation. Grund dafür ist die mangelhafte Ausstattung durch die Landesregierung. Lehrerinnen und Lehrer müssen mit geringen Mitteln kleine Wunder vollbringen, um eine flexible Eingangsstufe zu errichten.
Das will die SPD ändern - weil es um unsere Kinder geht!

"Gemeinsam macht stark" - Integration Behinderter


So viel Integration wie möglich.
Niedersachsen hat gute Förderschulen. Aber viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung könnten auch ohne Schwierigkeiten in allgemein bildende Schulen integriert werden. Hier besteht ein großer Nachholbedarf. Mit Hilfe bei der Entwicklung und beim Lernen könnten Benachteiligungen abgebaut werden, denen sich Menschen mit Behinderung ausgesetzt sehen. Denn Kinder mit und ohne Behinderung können viel mit- und voneinander lernen. Die erfolgreichen Integrationsklassen an niedersächsischen Schulen beweisen das Tag für Tag.

Die Förderschule wird zum Förderzentrum.
Früher hießen sie Sonderschule, heute nennen sie sich Förderschulen. Die dort unterrichtenden Sonderpädagoginnen und -pädagogen leisten vorzügliche Arbeit. Aber ihre Arbeit leidet unter der Tendenz zur Isolierung ihrer Schüztlinge. Deshalb tritt die SPD für Förderzentren - also für die enge Verzahnung von Förder- und allgemein bildenden Schulen, für Lerngemeinschaften und für gemeinsame Personal- und Unterrichtsentwicklung ein. Jede Schülerin und jeder Schüler mit Behinderung soll an der Schule der eigenen Wahl die notwendige individuelle Förderung erhalten.

Ohne zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer ist Integration nicht möglich.
Für die Aufgabe der Integration von Kindern mit Behinderung müssen Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden. Sie brauchen neue Studieninhalte und Weiterbildungen, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Und es sind mehr Lehrkräfte nötig, denn nicht immer ist eine Integration sinnvoll. Je nach Art der Behinderung ist auch eine teilweise Separation für das Kind wichtig. Dazu ist eine Erhöhung der Zahl der Lehrkräfte an Schulen notwendig.

Die Eltern entscheiden über die Integration.
Alle Beteiligten sollen freiwillig über die Integration von Kindern mit Behinderung entscheiden. Ein Überstülpen „von oben“ darf es dabei nicht geben, um Überforderungen zu vermeiden. Vielmehr sollten Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulträger gemeinsam ein Konzept entwickeln, dass für ihre Region geeignet ist. Denn nur sie können vor Ort alle Umstände beurteilen und das Projekt eines Förderzentrums zum Erfolg führen.

 

 

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Themen finden Sie auch auf der Kampagnenseite:

 

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